Armin Dietrich

ARMIN DIETRICH hat ein Fotosystem mit unterschiedlichen Farbfilterfolien auf durchsichtiger Leinwand aus Glasfaser sowie aus großformatigen Dias geschaffen, die seine Motive überlagern und versinnlichen, indem sie der zugrundeliegenden fotografischen Komposition metaphorisch visuelle und durchscheinende Töne verleihen. Seine Arbeiten sind im Kontext zu Hans Arps frühen Zufallscollagen und den asymmetrischen Découpages und Papiers Dechirés, die wir mit den Nachkriegswerken von Matisse assoziieren, zu betrachten. Anders als die farbigen Cut-outs und Arbeiten aus zerrissenem Papier der alten Meister übersetzt Dietrich jedoch einzig und allein in die Sprache seines eigenen fotografischen Mediums, schafft so eine neue Synthese und eine deutliche Innovation und eine Erweiterung der historischen Tradition der Collage. Der Collage, oft als das innovativste neue Medium der Kunst des 20. Jahrhunderts angeführt, eröffnet er somit einen Weg in das neue Jahrtausend. Gleichzeitig bilden seine Werke eine Reflexion über die zahlreichen Synthesen und vielschichtigen Synchronien des Lebens, die in der heutigen Welt ge- und erlebt werden.